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Der Ukrainekrieg bestimmt weiterhin das Weltgeschehen sowie den Goldpreis. Die weltweiten Finanzmärkte sind nach einer relativen Erholung von den wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie stark ins Wanken geraten. Auch in naher Zukunft werden die Märkte sehr anfällig auf das geopolitische Geschehen reagieren. Gold ist in der aktuellen Krisensituation der sichere Hafen von Finanzportfolios und der Goldpreis profitiert von den Einbrüchen an den Börsen. Risikoscheue Anleger sind schon länger mit einem hohen Anteil ihrer Gesamtportfolios in Edelmetalle wie Gold investiert. Risikofreudigere Anleger hingegen müssen ihre Anlagen von Risikoanlagen durch Rückschläge nun vermehrt auf sicherere Anlagen umschichten. Andere Anleger nehmen langsam Gewinne aus dem Verkauf von Gold mit, um günstig in andere Assets zu investieren.
Weitere Eskalationen im Ukrainekrieg haben den Goldpreis weiter beflügelt. Die Zentralbanken lassen die Druckerpressen auf Hochtouren laufen. Damit werden nicht nur Militäraktionen, sondern auch die stark steigenden Energiepreise finanziert. Eventuelle russische Reaktionen auf die westlichen Sanktionen würden besonders die Erdgasversorgung von Europa betreffen. Ein Abschalten der russischen Erdgaspipelines hätte verehrende Folgen für die Energiepreise in Europa und würde die Inflation des Euros auf neue Hochs bringen.
Die wirtschaftlichen Sanktionen der Nato und EU, werden weitreichende Folgen für die globale Wirtschaft haben, welche auch langfristig die Märkte beeinflussen werden. Eine schon hohe Inflationsrate vor dem Ukrainekrieg wird durch die Eskalation weiter befeuert. Während die Preise weiter steigen, wird mehr Geld den je gedruckt.
Neben dem Ukrainekrieg stehen in naher Zukunft die Erhöhung der Leitzinsen der EZB und der FED an. Beides sollte den Höhenflug des Goldpreises in einem normalen Umfeld dämmen. Die Leitzinsänderungen werden zwar von den Zentralbanken als langsame und kontinuierliche Anhebungen präsentiert, da die hohe Inflation nur vorübergehend sein, doch bei der aktuellen Inflation und der zukünftigen Inflationserwartung ist das wohl nur ein Wunschdenken. Somit könnten schnellere Leitzinsänderungen dem bullischen Trend von Gold zumindest vorerst ein Ende bereiten.
Damit wird die weitere Entwicklung des Ukrainekriegs den Goldpreis diktieren. Eine Entspannung des Kriegs kann sich schnell negativ auf den Goldpreis auswirken, während sich die Finanzmärkte wieder erholen würden.
Risikoscheue Anleger werden auf den aktuellen Goldhochs durch den Ukrainekrieg langsam mit dem Abverkauf beginnen und den prozentualen Anteil von Gold im Gesamtportfolio senken.
Wir sind uns alle im Klaren, wie schlimm Putins-Krieg in der Ukraine ist und welche Auswirkungen dieser auf die Freiheit in Europa hat. Doch so pervers es auch klingt. Für Anleger sind Krisen sehr profitable Zeiten, um sichere Assets mit Profit zu verkaufen und Assetklassen wie Aktien günstig zu kaufen. Dies bezieht sich nicht nur auf Gold Assets. Auch Halter von physischem Gold, sollten zum aktuellen Goldpreis, Teile ihrer Gewinne mitnehmen und somit einen Anteil ihres Goldes verkaufen.
Die Staatskasse von Russland wurde seit der Annektion der Krim, einer der Ursprünge des Ukrainekriegs, im Jahr 2014 stark gefüllt. Putin erhöhte die Sparrate und erhöhte damit die Goldreserven Russlands, von einem Wert von 42 Milliarden US-Dollar, auf 132 Milliarden US-Dollar. Die hohen Staatsreserven, von insgesamt 630 Milliarden US-Dollar, hinterlassen den Eindruck eines jahrelang geplanten Konflikts von russischer Seite. Die Sanktionen werden die russische Wirtschaft hart treffen, doch der Kreml scheint vorgesorgt zu haben. Sollte sich der Ukrainekrieg über einen längeren Zeitraum strecken, wird Russland diesen immer weiter aus den Sparreserven finanzieren können. Der hohe Goldanteil der Sparreserven könnte bei Liquidierung die Nachfrage an den Märkten mehr als decken und einen bearischen Trend des Goldpreises einläuten.
Das geopolitische Geschehen, um den Ukrainekrieg, wird dieses Jahr, neben der Leitzinsanhebung, den größten Einfluss auf den Goldpreis haben. Für Goldanleger ist dieses Jahr Vorsicht geboten. Von zu frühen Goldverkäufen, aber auch vor sturem Halten in aktuell sehr volatilen Märkten.